Beiträge

Live-Sagawald am Do, 30. Mai 2019 (Christi Himmelfahrt)

Neue Workshops und erstmals eine eigene Ganztagsferienbetreuung im Herbst 2018

Die Sommerferien in Rheinland-Pfalz sind (früh) zu Ende. Viel ist bei Insight Outside passiert in den vergangenen Wochen. Einiges davon wird noch aufzuarbeiten sein. Zum Teil auch hier im Blog. Doch nun – am ersten Tag nach den Ferien – heißt es schon wieder den Blick nach vorne zu wenden. Auch wenn wir es bei aktuellen Wetterlage kaum glauben können, so steht doch irgendwie der Herbst schon wieder vor der Tür. Zumindest aber ist es an der Zeit die Planungen für unser auf eigene Initiative gestartetes Herbstprogramm voran zu bringen. Wir haben uns einiges einfallen lassen. Zum Teil gibt es inzwischen beliebte Klassiker wie die Möglichkeit einen Messerführerschein zu machen oder mit uns auf eine spannende Kinder-Expedition zu gehen. Darüber hinaus haben wir in der letzten Zeit auch einige neue Ideen gehabt, die wir gerne mit euch allen umsetzen möchten. Ihr könnt euch von uns in den geheimnisvollen Sagawald entführen lassen, zu dem wir den Lennebergwald zwischen Gonsenheim und Budenheim umwandeln werden. Oder ihr macht eine Zeitreise mit uns und begebt euch in die Steinzeit. Diese und andere Aktionen erwarten euch in unseren diesjährigen Herbst-Workshops.

Wer gerne noch eine deutlich größere Portion Insight Outside hätte kann sich liebend gerne zu unserer ersten auf Eigeninitiative beruhenden Ferienbetreuung in der ersten Woche der kommenden Herbstferien anmelden. Vier Tage (Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag) werden wir mit euch am Hartenberg startend unterwegs sein. Eine Reise durch die Vier Elemente unternehmen und am Ende eine hoffentlich wunderschöne Ferienwoche erlebt haben.

Anmeldungen zu all unseren Angeboten gelingen ganz leicht hier! Wir freuen uns drauf!!!

Neue Workshops im Frühjahr 2018

Uiuiuiuiui, viel ist passiert im letzten Herbst bei Insight Outside. Viele Messerführerscheine wurden ausgestellt und an die stolzen Besitzer überreicht, wir haben viel über Feuer gelernt und hatten viel Spaß bei unserem Firestarter-Angebot. Es wurde fleißig gekocht und die Natur beschenkte uns mit all ihrer Schönheit und Poesie.

Neben Klassentrainings und auch noch einer ganzen Woche Fachtagung in Sachsen (dazu folgt noch ein eigener Eintrag!) haben wir nun über die Weihnachtsferien an unseren auf Eigeninitiative gestalteten Mitmachangeboten und Workshops für den kommenden Frühling 2018 gebastelt. Im Sommer gibt es dann in diesem Jahr zweimal die Möglichkeit mit uns ins Sommerwaldlager zu fahren und Jugendliche können mit uns eine Initiatorische Jugendwanderung machen.

Hier geht es zu unseren aktuellen Angeboten!

Firestarter am 27. April 2018

Hallo, hier bin ich!

Hallo,

mein Name ist Aysin, ich bin 21 Jahre alt und  habe im August letzten Jahres eine Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin an der Elisabeth-von-Thüringen-Schule begonnen. Vor drei Wochen habe ich mein fünfwöchiges Praktikum bei Insight Outside begonnen und konnte schon viele Eindrücke sowie Erfahrungen sammeln. Da ich privat auch schon an diversen Workshops und Aktionen von Insight Outside teilgenommen habe, war ich mit einigen Methoden und der Arbeitsweise von Insight Outside bereits vertraut. Mein vorheriges Wissen konnte ich in den vergangen Wochen also erweitern und freue mich so auf die verbleibende Zeit und die weitere erlebnispädagogische Arbeit.

Liebe Grüße

Aysin

 

Kinder-Expedition im Gonsenheimer Wald

Am 24. September waren wir nachmittags mit einer Gruppe von zehn Kindern im Alter zwischen drei und sechs Jahren im Gonsenheimer Wald auf Entdeckungstour.

Eingebettet in eine die Phantasie der Kinder anregende Geschichte mit Räubern und Trollen begaben wir uns auf eine abenteuerliche Expedition, um die Schätze des Waldes zurück zu holen, neue Wege zu erschließen und eine Menge Spaß zu haben.

Eines der Hauptmerkmale unserer Kinder-Expeditionen ist es, den Kindern im Wesentlichen die Führung zu überlassen. Sie geben stets die Richtung vor, wir begleiten sie und greifen nur ein, wenn Sicherheitsaspekte dies notwendig machen.

Für uns war es besonders spannend zu beobachten, wie sich das Verhalten der Gruppe im Lauf des Nachmittags veränderte. Durch die von uns einleitend erzählte Geschichte waren alle sogleich Feuer und Flamme die Trollschätze des Waldes wiederzufinden und unsere mitgebrachte leere Schatzkiste zu füllen. Zu Beginn blieb die Gruppe auf dem Weg, den wir von unserem Startpunkt aus eingeschlagen hatten. Hier wurden schon einige schöne Sachen gefunden, die bestimmt zum Trollschatz gehörten! Nach einiger Zeit bemerkten die Kinder am Wegesrand eine Mulde. Dies war der Punkt, an dem die Gruppe zum ersten Mal den Weg verließ. Wir fanden hier u.a. dicht beisammen liegendes Holz. Ob das ein Hinweis auf ein Räuberversteck war? In jedem Fall regte dieser Fund unsere Gruppe an, die Expedition mehr in „unerforschtes“ Gebiet abseits der Wege zu lenken. Hier konnten wir viele neue Wege entdecken, mussten gemeinsam dem Dornengestrüpp trotzen und konnten nach und nach unsere Schatzkiste füllen.

Letztlich ging es kreuz und quer durch das Unterholz, wir machten Rast unter Bäumen, es gab Gelegenheit ein wenig zu klettern und viele schöne Dinge in der Natur zu entdecken. Immer wieder kreuzten wir auch den angelegten Hauptweg durch den Wald, der eine direkte Verbindung zwischen Gonsenheim und Budenheim darstellt. Hier waren an diesem Sonntag (wie immer am Wochenende) sehr viele Leute unterwegs. Doch diese folgten eben alle dem vorgegebenen Weg. Keiner von ihnen war so abenteuerlustig wie unsere Gruppe. So kam es, dass wir immer alleine waren, kaum dass wir den Weg wieder verlassen hatten. Die Wildnis ist tatsächlich auch hier keine zwei Meter von den ausgetretenen Pfaden entfernt. Es gibt fast unendlich viele Möglichkeiten neue Wege zu gehen. Diese Erfahrung machten wir an diesem Nachmittag, den wir mit einer letzten Rast am Wendelinusheim beendeten, bevor es dann zurück zum Treffpunkt mit den Eltern ging.

Schnitz-Workshop am Wendelinusheim im Lennebergwald

Am 08. April. 2017 trafen wir uns mit einer Kindergruppe um 15 Uhr an der Vierzehn-Nothelfer-Kapelle in Mainz-Gonsenheim und machten uns auf zu einem gemeinsamen Spaziergang zum Wendelinusheim im Lennebergwald.

Unterwegs wurden die Kinder darauf hingewiesen, dass wir uns nun in ein Naturschutzgebiet begeben. Hierzu gab es eine Menge Fragen, u.a. ob hier ansonsten ausgestorbene Tiere (wieder) leben. Vor dem Wendelinusheim gibt es mitten im Wald einen großen Sandplatz, an dessen Rand sich einige Holzhocker befinden. Dieser Platz wurde von den Kindern als geeigneter Ort zum Schnitzen ausgesucht. Es stellte sich bald heraus, dass ungefähr die Hälfte der teilnehmenden Kinder noch nie hier war. So verwundert es kaum, dass zunächst einmal viele Fragen zum Wendelinusheim beantwortet werden mussten.

Umgeben von vielen Schmetterlingen, die an diesem Samstag schon sehr aktiv waren gab es zu Beginn unserer Schnitz-Session für die Kinder eine Einführung in Messerkunde. Außerdem wurden sie darüber aufgeklärt, was Totholz ist und wo man es in der Regel finden kann.

Als jedes Kind schließlich wusste, was es heute gerne schnitzen möchte, machten sich alle auf, um im Wald entsprechendes Totholz für die einzelnen Kunstwerke zu sammeln. Geplant wurde aus Holz Schwerter, Messer, Speere, Hunde, Stifte und einen Zwerg entstehen zu lassen. Nach ein paar einführenden Worten zu Schnitztechniken konnte es auch gleich losgehen. Während der konzentrierten Handarbeit blieb auch viel Zeit für tolle Gespräche über das Schnitzen allgemein, sowie den besonders schönen Rahmen des Schnitzens in der Natur. Im Lauf des Nachmittags probierten die Kinder unterschiedliche Messer aus, ließen sich in Sachen Pflege der eigenen Messer beraten und auch die entsprechende Handhabung zeigen.

Unterbrochen wurde das eifrige Handwerk nur von einer kurzen Kekspause, in der auch schon die ersten Schwertkämpfe mit neu geschnitzten Schwertern stattfinden konnten.

Im Rahmen des Workshops konnten auch Fragen der Kinder beantwortet werden, warum nicht einfach jederzeit und überall Messer mitgeführt werden dürfen. So entstand ein kleiner Exkurs zur Gesetzeslage in Deutschland und zur Sinnhaftigkeit solcher Bestimmungen.

Wir erlebten gemeinsam einen prima Nachmittag bei herrlichstem Sonnenschein.

Um kurz vor 18 Uhr wurde zusammengepackt und in Richtung Treffpunkt aufgebrochen. Die Kinder waren zwar ein wenig betrübt, dass der Workshop schon zu Ende war, freuten sich aber darauf ihren Eltern alles zu erzählen.

Beim Treffen mit den Eltern an der Vierzehn-Nothelfer-Kapelle gab es eine kurze Erläuterung, was wir alles gemacht haben. Anschließend verabschiedeten wir uns und freuen uns nun schon auf den nächsten Workshop dieser Art!

11. Internationaler Kongress „Erleben und Lernen“ in Augsburg

Als vor zwei Jahren Ende September die zehnte Auflage des „Erleben und Lernen“-Kongresses stattfand, war dies gewissermaßen für uns wie ein Auftakt zur Existenz von Insight Outside. Zu dieser Zeit kannten wir zwar unseren Namen noch nicht und es war auch noch nichts endgültig entschieden. Dennoch war da eben diese Veranstaltung, die nicht mehr zu unserer erlebnispädagogischen Ausbildung gehörte, bei der wir aber trotzdem unbedingt dabei sein wollten…

In diesem Jahr fand nun am 30.09. und 01.10. der 11. Kongress „Erleben und Lernen“ statt. Für uns war es der zweite Besuch. Im Unterschied zum Kongress vor zwei Jahren stellten wir dieses Mal fest, dass wir inzwischen doch schon so einige Menschen aus der EP-Szene kennengelernt haben. Bei bestem Wetter bevölkerten eine Menge Erlebnispädagogen den Campus der Universität Augsburg, tauschten sich aus, und gingen in einer Vielzahl an Workshops, Foren und Vorträgen dem Tagungsmotto „Erfolgreiche Erlebnispädagogik gestalten! Nachspüren – Querdenken – Mitmachen“ nach.

Die von uns in diesem Jahr belegten Workshops bzw. Foren haben für uns einen unmittelbaren Praxisbezug. Lara hatte jede Menge Spaß bei der Arbeit mit Slackline und anderen Niedrigseilelementen und überlegt sich im kommenden Jahr in dieser Richtung noch etwas intensiver weiterzubilden. Außerdem besuchte sie ein Forum über erfolgreiche Kooperationen zwischen Erlebnispädagogen und Schulen. Ein Thema, das für uns höchst aktuell ist. Daniel war derweil thematisch zum einen mit erlebnispädagogischer Trauerbegleitung befasst. Dies stellt einen Punkt dar, der inzwischen schon seit ein paar Monaten bei uns zur Bearbeitung auf dem Tisch liegt. Wir haben hierzu auch schon einiges erarbeitet und werden sicherlich in den nächsten Wochen oder Monaten damit an die Öffentlichkeit gehen. Zum anderen besuchte Daniel einen sehr schönen Workshop zum Thema der Jugendinitiation. Auch dies ist für uns ein Kernthema, das nicht umsonst in herausgehobener Position in unserer Angebotspalette auftaucht.

Schlussendlich war es wieder eine tolle Zeit in Augsburg. „Erleben und Lernen“ Ausgabe 12? Wir werden da sein!

Schnitzen macht Spaß!

„Eigentlich war es gemütlich im Tischlerschuppen. Da gab es so viele Holzstücke und Bretterreste, aus  denen man etwas machen konnte. Michel  schnitzte sich jedes Mal, wenn er nach irgendeinem Unfug   im Tischlerschuppen saß, ein lustiges Männchen. Er hatte schon vierundfünfzig Stück und es sah ganz so aus, als könnten es mehr werden. »Ich pfeif auf ihr altes Festessen«, sagte Michel. »Papa kann die Flagge selbst hissen, wenn er will. Ich werde mir einen neuen Holzmann schnitzen […]Nun saß er da und schnitzte an seinem hölzernen Männchen und dachte über den Unfug mit Ida nach. Das war bald geschafft, denn sehr viel dachte er nicht, und er schnitzte schnell und geübt.“

aus: Lindgren, Astrid: „Michel in der Suppenschüssel“; Verlag Friedrich Oetinger 2001;  S. 56 f

Wie Michel aus Lönneberga dürft ihr euch bei uns daran versuchen kleine Männchen oder auch irgend etwas anderes aus Holz zu schnitzen. Ganz ohne verriegelten Schuppen und Einsamkeit, dafür zusammen im Kreis mit anderen kleinen und großen Messerkünstlern. Gemeinsames Werken in gemütlicher Atmosphäre. Zum Beispiel schon jetzt im September am Rheinufer auf der Maaraue in Mainz-Kostheim. Schaue doch einfach mal in unseren aktuellen Angeboten nach und melde dich gerne bei uns zum Schnitzen an :-).