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Es war viel los an diesem sommerlichen Aprilwochenende

Gleich zwei auf unsere Eigeninitiative gestartete Workshops konnten am zurückliegenden Wochenende zwischen dem 20. Und 22. April erfolgreich absolviert werden.

Los ging es am Freitag mit unserer inzwischen schon vierten Messerführerscheinklasse. Eine ganze Reihe Kinder war dazu bereit sich einen Nachmittag lang sehr ernsthaft mit Messern verschiedener Art auseinanderzusetzen und über die Kunst des Schnitzens ihren persönlichen Messerführerschein zu verdienen. Wie immer konnten wir auch viele nützliche Informationen zu den rechtlichen Belangen hinsichtlich des Führens von Messern und einige Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Schnittverletzungen vermitteln.

Erstaunlicherweise hatten dieses Mal viele Kinder eigene Messer mit in den Wald gebracht, um mit ihnen zu schnitzen und einmal genau zu erfahren, welche Funktionen diese Messer haben bzw. wie diese Messer am besten gepflegt werden können. Im Vergleich zu früheren Messerführerschein-Kursen wurden dieses Mal sehr viele Fragen zum Holz bzw. zu verschiedenen Holzarten gestellt. Welches Holz eignet sich besonders gut zum Schnitzen? Welches Holz sollte man lieber liegen lassen? Begeistert wurde festgestellt, dass sich von Stöcken entfernte Rinde zum Teil hervorragend eignet, um daraus natürlichen Bindfaden herzustellen. So wurden in der Folge so manche Stöcke mit Rindenfaden verbunden und fest verknotet.

Am Ende des dreistündigen Kurses konnten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu glücklichen Inhabern unseres Insight Outside-Messerführerscheins ernannt werden. Wir freuen uns schon auf viele weitere Führerscheinanwärter. Die nächste Gelegenheit den Messerführerschein zu machen wird es im Rahmen der Mainzer Ferienkarte in Kooperation mit der Stadt Mainz geben.

 

Am Sonntag dann gab es die Premiere unserer neuen Aktion „Gonsbach-Piraten“ für Menschen im Kindergartenalter. Wie wir in der einleitenden Geschichte erfahren durften, ist es seit einer von Piratenkindern ausgelösten Revolution bereits für sehr junge Kinder möglich zu Jung-Piraten ernannt zu werden. Unter Beweis stellen können sich die angehenden Piraten an allen Gewässern – dem natürlichen Element aller Seeräuber. Ob es sich nun um den größten Ozean oder nur eine Pfütze handelt, überall wo Wasser ist, können Kinder zu Piraten werden. So ist dies natürlich auch an einem Bach wie dem Gonsbach möglich. So trafen wir uns am Sonntagnachmittag im Gonsbachtal zwischen Gonsenheim und Hartenberg, um eine Schar neuer Jung-Piraten zu begrüßen. Im Laufe des Nachmittags erkundeten wir intensiv die Umgebung des Baches. Wir fanden unbekannte Wassertiere, entdeckten wunderschöne Steine, die fast wie Edelsteine (und teilwiese wie Zähne) aussahen, bauten Papierschiffe, die von der Leine gelassen wurden und gestalteten mit vor Ort gefundenen Naturmaterialien die berühmte Piratenflagge, den Jolly Roger. Nachdem wir in einer Pause ein echtes Jung-Piratengelage abgehalten hatten durften als letzte Aktion alle noch einen Schatz vergraben.

Nach diesem ereignisreichen Nachmittag wurden alle Kinder als Jung-Piraten in die weltweite Freibeutergilde aufgenommen und erhielten aus diesem Anlass alle einen persönlichen Piraten-Pass ausgestellt von den Insight Outside-Piraten.

Aktion mit der Mainzer Ferienkarte: Messerführerschein

Am letzten Sommerferientag waren wir noch einmal mit zwei Angeboten für die Mainzer Ferienkarte draußen. Dieses Mal ging es in den von uns für Workshops und andere kleinere Aktionen gerne aufgesuchten Lennebergwald, genauer gesagt in den Gonsenheimer Teil des Lennebergwaldes auf den großen Platz am Wendelinusheim.

Dort gab es, als reine Jungs- bzw. Mädchenangebote aufgeteilt, am Vor- und Nachmittag die Möglichkeit für Ferienkarteninhaber zwischen sechs und zwölf Jahren unseren neu entwickelten Insight Outside-Messerführerschein zu erwerben.

Nach einer einleitenden theoretischen Unterweisung in den Umgang mit Messern insbesondere beim Schnitzen unter Berücksichtigung aller relevanten Sicherheitsaspekte verteilten wir die von uns für das Schnitzen bevorzugten Handwerksmesser, nachdem sich alle Führerscheinaspiranten mit im Wald gesuchtem Holz eingedeckt hatten.

Und dann ging es auch schon los. Es ist immer wieder höchst interessant zu beobachten, wie die doch relativ einfache Schnitztätigkeit dazu führt eine große Ruhe in Gruppen herzustellen. An diesem Tag waren beide Gruppen, Jungen wie Mädchen, besonders konzentriert bei der Sache. So konnten schon bald erste Erfolge in Form von geschnitzten Stiften, Speeren oder Schwertern erzielt werden. Im weiteren Verlauf stellten wir noch eine ganze Reihe unterschiedlicher Messertypen mit ihren Vor- und Nachteilen vor, die dann auch zum Ausprobieren und für unterschiedliche, teils etwas diffizilere Arbeiten am Holz eingesetzt wurden. Im Zuge der Einführung dieser unterschiedlichen Messer erläuterten wir den Teilnehmern die aktuelle gesetzliche Lage in der Bundesrepublik Deutschland, was den Besitz und das Tragen von Messern anbelangt. Durch den Einsatz verschiedener Werkzeuge konnten später dann Arbeitsergebnisse wie kleine Anhänger oder eine Turmschachfigur bestaunt werden.

Schließlich gab es noch eine Unterweisung für alle Interessierten im Umgang mit dem größten Messer unserer Sammlung: einem finnischen Skrama, das ein echtes Allround-Werkzeug darstellt, in erster Linie aber als eine Art Beil zur Holzverarbeitung eingesetzt wird. Hiermit verbunden war eine Schulung, in der die wichtigsten Erste Hilfe-Maßnahmen im Fall von Schnittverletzungen behandelt wurden.

Da wirklich alle Teilnehmer während der gut drei Stunden Workshop-Zeit konzentriert bei der Sache waren, war es uns eine große Freude am Ende allen Beteiligten einen persönlichen Messerführerschein auszustellen.

Den verantwortungsvollen Umgang mit einem der ältesten Werkzeuge der Menschheit zu erlernen erachten wir (nicht nur unter outdoor-spezifischen Gesichtspunkten) als sehr wichtig für Kinder und Jugendliche. Daher hoffen wir auf  viele weitere Anwärter auf unseren Messerführerschein.

 

Waldtag mit der Sommerferienbetreuung der KiJu Marienborn

Inzwischen ist es fast schon eine etablierte Institution, dass wir mit Insight Outside eine Aktion für die Ferienbetreuung der Evangelischen Gemeinde in Marienborn anbieten. Dieses Mal ging es in den Lennebergwald, um dort mit allen die Lust hatten zu schnitzen. Darüber hinaus gab Lara auch eine kleine Einführung zum Lennebergwald im Allgemeinen sowie zur Besonderheit des Naturschutzgebietes, das dieser Wald darstellt. Neben dem Schnitzen fanden auch die von uns mitgebrachten Waldfibeln bzw. Artenbestimmungsbücher besonderen Anklang bei den Kindern. Viele waren praktisch die ganze Zeit unterwegs, um v.a. Insekten zu finden. Dabei wurde aber sogar auch die Begegnung mit einer Schlange dokumentiert.

Wie eigentlich immer bei solchen Aktionen, die auf wenige Stunden beschränkt sind, war die im Wald zur Verfügung stehende Zeit mal wieder viel zu schnell zu Ende und wir mussten den Rückweg antreten.

 

Kinder-Expedition am 09. Oktober 2016 im Lennebergwald

Was machen Kinder an einem weitgehend wolkenverhangenen Sonntagnachmittag im Oktober am besten? Richtig! Sie gehen mit Insight Outside raus in die Natur. Genauer gesagt, ging es dieses Mal in den Gonsenheimer Teil des Lennebergwaldes auf Entdeckungstour.

Unsere Kinder-Expedition stellt in unserem Angebot insofern etwas ganz besonderes dar, als dass es sich hierbei um unser bisher einziges Angebot handelt, das sich explizit an Menschen im Kleinkinderalter richtet. Und so ging es los mitten hinein in den Wald. Die Kinder übernahmen die Führung, die Erwachsenen schlossen sich an. Unterwegs begegneten uns viele interessante Details der natürlichen Umgebung. Verschiedene Beeren und Pilze, kleine Tiere, Baumstümpfe mit Jahresringen zum Zählen und viele andere Sachen, die genau unter die Lupe genommen werden wollten. Außerdem fand sich mitten im Wald ein um einen Baum aus Ästen und Zweigen gebauter Unterstand, auf dem sich hervorragend klettern ließ.

Kletter- und Kriechpassagen gab es so einige, waren wir doch immer wieder von relativ dichtem Unterholz umgeben. Da war es gut, dass wir es uns während der Pausen bei Tee, Keksen und Bio-Bärchen gut gehen lassen konnten.

Letztlich erlebten wir einen Nachmittag, der wie im Fluge verging und uns aus Zeitgründen bei weitem nicht alle Teile des Waldes hat erkunden lassen. Deshalb wird es bestimmt bald wieder Zeit für eine Kinder-Expedition!