Beiträge

Jahreskreisfest im Odenwald

Am 05. November war es mal wieder soweit. Wir begingen gemeinsam mit ein paar anderen Menschen das nächste Fest im Jahreskreis. Das keltische Fest „Samhain“, das seine christliche Entsprechung in Allerheiligen bzw. Allerseelen findet, ist das Ahnenfest. Zu dieser Jahreszeit zieht sich das Licht fast vollständig in die Erde zurück. Es ist die Zeit, in der auch die Menschen nach innen gehen, um ihrer Verstorbenen und Ahnen zu gedenken. Gleichzeitig ist es aber auch die Zeit, in der die Samen für die blühenden Haine des kommenden Jahres in die Erde gelegt werden.

Unsere Begehung des Festes sah so aus, dass zum einen die Geborgenheit im Vordergrund stehen sollte. Zum anderen wollten wir uns aber auch sehr bewusst mit den Gegebenheiten von Tod und Verfall konfrontieren. So kam es, dass wir uns nach einem gemütlichen Nachmittagstee hinaus in den Wald zu einem Dämmerungsspaziergang begaben. Als Gruppe wollten wir an diesem nasskalten und nebelverhangenen Tag unterwegs sein, um dem scheinbaren Tod der natürlichen Umgebung im Herbstwald nahe zu sein. Das gefallene Laub, die Kälte und Nässe sowie die in die Nacht mündende Abenddämmerung standen symbolhaft für die bestimmenden Themen des aktuellen Jahreskreisfestes. Hier waren der richtige Raum und die passende Zeit für Gedanken und Gespräche über Vergangenes, die eigene Familie und ihre Vorfahren.

Besonders beindruckt waren wir von zwei Begegnungen mit der Tierwelt. Zunächst folgte unserer Gruppe für einige Zeit ein Reh durch die Dunkelheit. Dies ist sicherlich ziemlich ungewöhnlich. Gegen Ende unserer Wanderung sahen wir plötzlich mehrere kleine Lichter am Waldboden. Diese entpuppten sich als Glühwürmchen, denen man im November normalerweise nicht mehr begegnet. Vielleicht ein Zeichen, dass das Licht eben doch nie so ganz verschwindet, sondern sich auch zu Samhain eben nur zurückzieht?

Nach diesem Spaziergang kehrten wir zurück in unsere Hütte, genossen die Wärme des Feuers in unserem Ofen und ließen den Tag, der längst zur Nacht geworden war, bei einem geselligen Feiertagsabendessen ausklingen.

Beltane – Walpurgis

Vom 30. April auf den 01. Mai haben wir im Odenwald Beltane gefeiert.

Was feiern wir an Beltane? An Beltane feiern wir die Vermählung von Himmel und Erde. Es ist das Fest des Lebens, das Siegesfest der lebensspendenden Sonne (Bel= strahlend; Tene= Feuer). Es läutet den Sommer ein. In vielen verschiedenen Kulturen wird diese göttliche Vermählung überliefert: z. B. im Dionysos-Kult (Dionysos= Sohn Gottes, dios= Gott, nysos= Nachfolger, Frucht, Erde; Vater war: Zeus, Mutter war Semele eine Erdgöttin), die Vermählung von Dagda (= Großer Gott/ Sonne) und Morrigain = Morgana (= Große Königin/ Erdmutter), Odins Brautwerbung an Freya, etc.

Insight Outside hat dieses Fest im schönen Odenwald verbracht. Am Nachmittag gab es bei schönstem Sonnenschein eine Einführung in das indianische Medizinrad verbunden mit einer Ortserkundung. Der Wald und die Wiesen um unser Domizil herum lieferten uns reiche Gaben für die Ausschmückung der einzelnen Schilde unseres Rades. Gemeinsam betrachteten wir unser Rad im Hinblick auf den Jahreskreis, dessen Feste und unser Leben. Jeder fühlte in sich hinein und fand gute Gründe dieses Fest ganz besonders zu begehen.

Im Anschluss machten wir uns gemeinsam an die Vorbereitungen zu unserem Festmahl. Das Feuer und die Speisen wurden vorbereitet. Viele altbekannte Gerichte in neu entdeckter ursprünglichen Zubereitungsform aber auch ganz neue Gerichte wurden im und am Lagerfeuer zubereitet. Natürlich alle in bewährter Insight Outside Bio-Qualität.

Als es richtig dunkel war entzündeten wir unser Beltane-Feuer und tanzten freudevoll in einem rituellen Stocktanz um dieses herum. Es war ein sehr schöner Tag im kleinen Kreis und wir freuen uns schon auf unsere Aktion zu Litha (Mittsommer).

Durch das Rad der Jahreszeiten

Unser Angebot „Durch das Rad der Jahreszeiten“ für Erwachsene soll sich nach unseren
Vorstellungen als fester Bestandteil in unserem Jahreslauf etablieren. Wir beschäftigen uns sehr mit
verschiedenen traditionellen Rädern, wie dem indianischen Medizinrad oder dem europäischen
Lebensrad. Zum Beginn einer jeden Jahreszeit wollen wir uns gemeinsam mit unseren Teilnehmern
aufmachen und die Qualitäten der in den Rädern zum Ausduck kommenden Jahreszeiten erleben.
Die Räder bieten uns hierfür Orientierung, denn die vier Jahreszeiten sind in ihnen repräsentiert. So
wird ein möglicher Blick auf die eigene menschliche Natur, auf das eigene individuelle Leben und
auf die Umwelt offenbart. Wir laden hiermit zu wiederkehrenden Treffen in gemütlicher
Atmosphäre ein, die zu das Jahr strukturierenden Ankerpunkten werden können. Schauen Sie nach
Terminen in unseren aktuellen Angeboten.