Karte und Kompass-Karawane im Ober-Olmer Wald

Zum Herbstanfang 2017, am Wochenende des 23. und 24. Septembers, begannen unsere auf Eigeninitiative gestarteten Workshops und Mitmachaktionen für die zweite Jahreshälfte. Den Anfang machte unsere erstmalig angebotene Karte und Kompass-Karawane für Kinder und junge Leute. Dieser Workshop stellt eine erste Einführung in den Umgang mit Karte und Kompass dar. Dabei geht es natürlich nicht nur darum in die Karte zu schauen und sich dann theoretisch vorzustellen, wie all die verzeichneten Informationen in der Wirklichkeit aussehen könnten, sondern um die Gelegenheit im Rahmen dieses Workshops unmittelbar selbst zu erleben, wie sich die Landschaft auf der Karte darstellt bzw, dass all die Informationen der Karte tatsächlich in der Landschaft auffindbar sind. Schon allein eine topographische Karte kann mit etwas Übung dazu führen, sich ziemlich gut im Gelände zu orientieren. Nimmt man nun noch einen Kompass als Hilfsmittel hinzu, so können schon bald merkliche Fortschritte bei der Orientierung in Feld, Wald und Wiese gemacht werden.

So vergingen die vier Workshop-Stunden für unsere kleine Navigatorengruppe wie im Flug. Wir fanden unseren Weg von einem Ort zum nächsten im Gebiet des Ober-Olmer Waldes.

Auf der großen Lichtung, einem ehemaligen amerikanischen Militär-Areal und Munitionsdepot, bestimmten wir zunächst ohne technische Hilfe die Himmelsrichtungen und legten zwei Karten der Region mit unterschiedlichem Maßstab aus. Dann schauten wir mit Hilfe des Kompasses nach ob unsere Orientierung richtig war. Wir erklärten dabei die Funktionsweise des Kompasses und lernten viel darüber eine Karte mit Hilfe der Legende zu lesen. Im Anschluß daran ging unsere Gruppe zunächst einen Weg, der an markanten Punkten im Gelände vorbei führte. Nach Erreichen unseres ersten Ziels wurde der gegangene Weg auf dem Kartenmaterial von allen nachvollzogen.

Die nächste Aufgabe bestand darin ohne jegliche Hilfsmittel immer der Nase nach ein gutes Stück in den Wald hinein zu laufen. Nach einiger Zeit machten wir Halt, um nun wiederum mit Hilfe der Karte, dem Kompass und der natürlichen Umgebung ringsum zu bestimmen, wo sich unsere Gruppe in diesem Moment befand. Nach Festlegung des Aufenthaltortes suchten wir uns auf der Karte einen Rückweg aus, in dessen Verlauf wir uns zu verschiedenen Punkten im Gelände navigieren konnten. Zurück am Ausgangspunkt wurde als nächstes der mitten im Wald befindliche „Hügel der Freundschaft“ (im Volksmund auch „Sonnenhügel“ oder „Sonnenberg“ genannt) angepeilt und aufgesucht. Dort gab es eine Rast mit Tee und Keksen, es bestand die Möglichkeit ein wenig zu schnitzen, sich auszutauschen und noch etwas tiefer in das vorhandene Kartenmaterial einzutauchen.

Zum Abschluss war die letzte Aufgabe einen Weg zurück zum Treffpunkt mit den Eltern am Forsthaus zu finden. Mit der im Lauf des Nachmittags gesammelten Erfahrung stellte dies nun kein allzu großes Problem mehr dar.

Für uns war es ein gelungener Auftakt zu unseren Herbst-Workshops! Und so freuen wir uns auf viele weitere Stunden mit euch allen draußen in der Natur!

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